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16. Juni 2026
Gesundheit & Vorsorge

Häufige OPs bei Hund & Katze: Was sie bedeuten, was sie kosten und wann sie nötig sind

Häufige OPs bei Hund & Katze: Was sie bedeuten, was sie kosten und wann sie nötig sind

„Ihr Tier braucht eine Operation" – dieser Satz trifft Tierhalter oft aus dem Nichts. Plötzlich stehen Entscheidungen an, für die man sich nie vorbereitet hat. Wir geben dir einen Überblick über die häufigsten OPs bei Hund und Katze, was sie bedeuten, was sie kosten und wann eine Tierkrankenversicherung sinnvoll ist.

Was du vor jeder OP wissen solltest

Jede Operation beim Tier erfolgt unter Vollnarkose – das bedeutet immer ein gewisses Restrisiko, auch bei Routineeingriffen. Dein Tierarzt wird vorher eine Voruntersuchung durchführen und dich über Risiken aufklären. Hol dir bei größeren Eingriffen ruhig einen Kostenvoranschlag – das ist dein gutes Recht.

Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT), zwischen dem 1- und 3-fachen Satz. Notdienst und besonders schwierige Eingriffe können am oberen Ende landen.


Häufige OPs beim Hund

1. Tumorentfernung

Tumore sind die häufigste Operationsursache beim Hund. Sie können an der Haut, am Gesäuge oder an inneren Organen auftreten. Wie dringend die OP ist, hängt von Art und Lage des Tumors ab.

Kosten: ca. 400–2.000 € je nach Schweregrad


2. Zahnbehandlung / Zahnextraktion

Viele Hunde entwickeln im Laufe ihres Lebens Zahnprobleme. Eine professionelle Zahnreinigung unter Narkose oder die Extraktion einzelner Zähne gehört zu den häufigsten Eingriffen.

Kosten: Zahnreinigung ca. 200–600 €, Extraktion ca. 20–100 € pro Zahn


3. Kreuzbandriss

Oft passiert es beim Spielen oder Toben — ein falscher Schritt und das Kreuzband reißt. Ohne OP erholt sich das Tier in der Regel nicht vollständig. Der Eingriff ist aufwendig und die Nachsorge langwierig.

Kosten: ca. 1.600–4.000 €


4. Magendrehung

Die Magendrehung ist ein lebensbedrohlicher Notfall, der vor allem große Rassen betrifft. Der Magen dreht sich um seine eigene Achse und unterbricht die Blutversorgung. Ohne sofortige OP stirbt das Tier.

Symptome die du kennen solltest: aufgeblähter Bauch, erfolgloses Würgen, Unruhe, Schwäche

Kosten: ca. 2.000–7.200 €


5. Kastration / Sterilisation

Routineeingriffe, die je nach Geschlecht und Methode unterschiedlich aufwendig sind. Mehr dazu in unseren Artikeln zur Kastration und Sterilisation.

Kosten: Rüde ca. 200–400 €, Hündin ca. 400–800 €


Häufige OPs bei der Katze

1. Zahnbehandlung / FORL

Die häufigste OP bei Katzen ist die Zahnbehandlung. Viele Katzen leiden an FORL (Feline Odontoklastische Resorptive Läsionen) — eine schmerzhafte Zahnerkrankung, bei der betroffene Zähne oft entfernt werden müssen.

Kosten: ca. 200–2.500 € je nach Umfang


2. Kastration

Bei Katzen ist die Kastration besonders empfehlenswert — medizinisch und aus Tierschutzgründen. Mehr dazu in unserem Kastrations-Artikel.

Kosten: Kätzin ca. 120–250 €, Kater ab ca. 60 €


3. Knochenbruch

Ob durch einen Autounfall oder einen Sturz — Knochenbrüche bei Katzen erfordern sofortige tierärztliche Versorgung. Je nach Schwere kann eine aufwendige operative Versorgung nötig sein.

Kosten: ca. 500–3.000 € je nach Verletzung


4. Pyometra (Gebärmuttervereiterung)

Eine der häufigsten und gefährlichsten Erkrankungen bei unkastrierten Kätzinnen. Die Gebärmutter füllt sich mit Eiter — ohne sofortige OP lebensbedrohlich.

Kosten: ca. 400–1.200 €


Kostenübersicht auf einen Blick

EingriffTierKosten (ca.)
TumorentfernungHund400–2.000 €
KreuzbandrissHund1.600–4.000 €
MagendrehungHund2.000–7.200 €
ZahnbehandlungHund200–600 €
Kastration RüdeHund200–400 €
Kastration HündinHund400–800 €
Zahnbehandlung / FORLKatze200–2.500 €
Kastration KaterKatzeab 60 €
Kastration KätzinKatze120–250 €
KnochenbruchKatze500–3.000 €
PyometraKatze400–1.200 €

Wann lohnt sich eine OP-Versicherung?

Eine Tierkrankenversicherung oder reine OP-Versicherung kann bei großen Eingriffen mehrere Tausend Euro abdecken. Besonders für Hunde mit erhöhtem OP-Risiko (große Rassen, bestimmte Erbkrankheiten) ist sie empfehlenswert. Wichtig: Freiwillige Eingriffe wie Kastration ohne medizinische Notwendigkeit sind in der Regel ausgeschlossen.

Tipp: Schließe eine Versicherung ab, solange dein Tier jung und gesund ist — Vorerkrankungen werden oft nicht übernommen.


Tipp: Alle Behandlungen im Blick behalten

Nach einer OP folgen oft Nachsorgetermine, Medikamente und Kontrolluntersuchungen. Mit FellAkte kannst du alle Behandlungen, Diagnosen, Kosten und Dokumente deines Tieres an einem Ort festhalten — damit du im Stress nichts vergisst und beim nächsten Tierarztbesuch alles griffbereit hast.

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